Citytour - Würdig gesehen zu werden
Im folgenden stellen wir Euch einige der vielen Sehenswürdigkeiten unserer Stadt vor. Natürlich gibt es weitaus mehr in Münster zu sehen, die im Folgenden nicht aufgeführt sind. So habt Ihr die Möglichkeit jene sehenswürdigen Orte, von denen Ihr meint sie gehören in diese Citytour, mit einem kleinen Artikel vorzustellen. Hierbei muss es sich nicht nur um historische Gebäude und Plätze handeln. Es können z.B. auch verschiedene Skulpturen, Strassen oder Gärten vorgestellt werden, die es Eurer Meinung nach verdient haben, besucht oder betrachtet zu werden.
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Wir sind schon gespannt. Bis dann.
Ankunft in Münster
Viele Wege führen nach Münster. Ob nun mit dem Auto oder mit dem Zug. Münster ist aus allen Himmelsrichtungen problemlos zu erreichen. Vor allem der Personenverkehr mit der Bahn ist in und aus allen Teile der Republik gut organisiert, da der Münstersche Hauptbahnhof ein bedeutender Knotenpunkt des Münsterlandes darstellt.
Neben dem Reisenzentrum und dem Servicepoint der Bahn befinden sich im Hauptbahnhof mehrere Zeitungsstände, Gastronomiebetriebe und Bäckereien, so dass man sich hier für seine bevorstehende Fahrt problemlos eindecken kann. Unweit des Haupteingangs (beim Verlassen des Gebäudes auf der linken Seite) befindet sich der Taxistand, so dass man keine weiten Strecken zurücklegen muss, um einen fahrbaren Untersatz zu ergattern. Diese befinden sich zudem auch am "Hintereingang" des Bahnhofsgebäudes (Bremer Platz).
Mit dem Busbetrieb der Stadtwerke Münster ist es vom Hauptbahnhof aufgrund des gut ausgebauten Streckennetzwerkes kein Problem in alle Teile der Stadt zu reisen. Dabei erleichtern vor allem die digitalen Reiseinformationstafeln an den verschiedenen Bushaltestellen den Einstieg in die richtige Buslinie. Da in Münsters Busbetrieben keine Kontrolleure eingesetzt werden, müssen die Fahrgäste vorne beim Busfahrer einsteigen. Wer schon ein Ticket besitzt, zeigt diesen einfach beim Einstieg vor. Wer noch keinen hat, muss einen beim Busfahrer erwerben.
zur Fahrplauskunft der Stadtwerke Münster
Münster kann man neben Bus, per Pedes oder wie fast alle MünsteranerInnen mit dem Fahrrad erobern - von den eingeborenen auch Leeze genannt. So kann man entweder sein eigenes Rad mitbringen (an Wochenenden kann das in den überfüllten Zügen etwas nervig sein) oder leiht es sich von der Radstation, dessen Gebäude sich unübersehbar hinterm Taxistand des Haupteingangs befindet.
Die Radstation in Münster ist mit 3.300 Fahrradparkplätzen das größte Leezenparkhaus der Republik. Ziel war einst die Auflösung des Fahrradchaos` vor dem Bahnhofsgebäude. Mit ihrer Errichtung ist es der Stadt gelungen den Fahrradsalat am Bahnhof zu überwinden. Mittlerweile zählt die Radstation mehrere Tausend Kunden, zumeist Berufspendler, die ihre Räder auf ihrem Weg zum Arbeitsplatz für kleines Geld im Unterirdischen Parkhaus abstellen.
Nun, das müsste erstmal an Informationen über die Reisemöglichkeiten innerhalb Münsters reichen. Jetzt können wir damit beginnen die Sehenswürdigkeiten unserer Stadt vorszustellen.
Die Wiedertäufer
Im Münster des Jahres 1534 ernannte sich Jan van Leyden - der Kopf der sogenannten Wiedertäufer - zum König des Reiches Zion mit der Absicht das Reich Gottes auf Erden zu gründen. Sein Plan ging fast auf, aber auch nur fast, wäre da nicht Bischof Franz von Waldeck.
Diesem gefiel die Idee vom Reich Gottes auf Erden ganz und gar nicht. Er überwältigte die Stadt und richtete Jan van Leyden und zwei seiner Mitstreiter. Er ließ sie in Käfige sperren und hing diese an die Turmspitze der Lambertikirche, wo sie bis heute noch hängen.
Tja, in Münster wird Geschichte nicht nur geschrieben, sondern hängt auch noch an Kirchturmfassaden. Wollt ihr aber detailliertere und vor allem seriösere Informationen über die Wiedertäufer und ihrem Reich Gottes erfahren, dann schaut doch einfach in einer der unzähligen Bibliotheken Münsters nach. Oder bei Wikipedia!
Mach klick!!
Wo? Lambertikirchplatz, 48143 Münster
Der 30-jährige Krieg oder waren es doch nur 29?

- Foto: Serkan Demiral
Wollen wir mal der Geschichtsschreibung glauben. Der Krieg dauerte wirklich 30 Jahre. Und zwar begann er 1618 mit einem Sturz aus einem Prager Fenster. Danach schlugen sich Katholiken und Protestanten in Europa die Köpfe ein. Der Witz an der ganzen Sache ist, dass der Gestürzte dabei nicht einmal ums Leben kam, sondern sanft auf einem Misthaufen landete. So die Historie.
Wie gesagt. Es entbrannte ein schwerer Religionskrieg. Die einen sagten, wir haben Recht, die anderen behaupteten ebendies von sich. Der Streit wurde dann aber doch im Jahre 1648 beendet, und zwar im historischen Rathaus zu Münster. Es ist sicherlich eines der sehenswertesten Gebäude unserer Stadt. Schaut einfach mal rein und schnuppert mal an den alten Holzbänken, in welche die damaligen Fürsten bei der Unterzeichnung des Friedensvertrages durch ihre mittelalterlichen Leggins schwitzten.
Wo? Prinzipalmarkt 10, 48143 Münster
Der Grundstein zu Münster – der Dom!
Karl der Große gab kurz vor Anschlag des 9. Jahrhunderts dem Friesen Luidger die Aufgabe ein Kloster zu errichten. Es sei! Aber das Kloster sollte nicht genug sein. Ein größeres Monument musste her. Also sei auch dies! So entstand die Idee zu einem
Dom und mit diesem ein ihn umkreisender Wall, der Schutz vor Eindringlingen geben sollte.
Dieses Monument zog Menschen aus allen Teilen des Landes an, so dass vor den Pforten der Mauern Marktsiedlungen entstanden und Münster zu einer Stadt wachsen liess.
Nun ja, sonst passierte nicht viel in Münster, außer dass die Stadt bis ins 16. Jahrhundert zweimal vollständig niederbrannte und wieder von neuem erreichtet werden musste. Aber das nur nebenbei.
Wo? Domplatz, 48143 Münster
Der Münstersche Wochenmarkt
Jeden Samstag und Mittwoch wird der Domplatz aufgrund des hier stattfindenden Wochenmarktes zum Anziehungspunkt für die Münstersche Bevölkerung. Angefangen von Obst- über Blumen- bis hin zu Fischständen finden die Einkaufslustigen alles was das Herz begehrt. Die Marktatmosphäre wird zudem von der Domkulisse aufgewertet. Auch wenn es hier manchmal eng werden kann, lohnt sich ein Besuch.
Der Markt ist an den morgendlichen Samstagen vor allem eine beliebte Anlaufstelle für Nachtschwärmer. Diese stehen - bzw. unternehmen den Versuch zu stehen - an den Fischständen und stillen ihren Heisshunger mit delikatem Backfisch. Außerdem werden hier auch die Biofans fündig. Denn mittlerweile sichern sich eine Vielzahl von Bioständen einen Platz für den Verkauf ihrer Produkte. Natürlich sind die Preise ein bissel teuerer als an anderen Ständen. Aber man kann auch vom Marktplatz stolzieren ohne die eigene Geldbörse zu strapazieren. Und zwar wenn man kurz vor Ende der Marktschliessung auftaucht. Am besten so gegen 13 Uhr. Da schleudern die Verkäufer ihr letztes Gemüse für kleines Geld in die Taschen der Schnäppchenjäger. Zur Freude der Studenten.
Wo? Domplatz, 48143 Münster
Die Überwasserkirche

- Foto: Tobias Wüstefeld
Die Überwasserkirche - auch Liebfrauenkirche genannt - wurde im 11. Jahrhundert im gotischen Stil erbaut. Leider fiel sie 30 Jahre später einem Feuer zum Opfer und musste neu errichtet werden. Der Neubau, dessen genaues Datum nicht bekannt ist, wurde bei der Eroberung der Stadt durch Lothar von Süpplingenburg (1121) zerstört. 210 Jahre dauerte es bis der erneute Bau der Überwasserkirche in Angriff genommen wurde und die Jahrhunderte bis zum heutigen Tage überdauert hat. Allerdings musste während der Zeit der Wiedertäufer Mitte des 16. Jahrhunderts die Spitze des Turmes den Kanonen weichen. Auch nach der Wiedererrichtung der Turmspitze, hatte sie Mühe einem Orkan Stand zu halten. Die im 2. Weltkrieg über Münster fallende Bomben taten zudem ihr übriges. Jedoch hielten sich der Ausmass der Zerstörung in Grenzen, so dass ein Wiederaufbau möglich war. Für diese Renovierung konnte glücklicherweise der Glasmaler Valentin Peter Feuerstein gewonnen werden, dessen sehenswerte Arbeiten nun die Fenster der Überwasserkirche zieren.
Wo? Überwasserkirchplatz, 48143 Münster
Der Buddenturm

- Foto: Serkan Demiral
Mitte des 12. Jahrhunderts erbaut, diente der Buddenturm - auch Pulverturm genannt - als Wehrturm der ehemaligen Stadtbefestigung der Stadt. Später diente der Turm zusätzlich als Gefängnis bis es im 18. Jahrhundert von den Stadtvätern erworben und zu einem Wasserturm umfunktioniert wurde. Im 2. Weltkrieg fiel auch dieser Bau zum Opfer der Bomben und musste restauriert werden. Nach dem Neuaufbau nutzten ihn die Stadtwerke Münster als Lager- sowie Schaltstelle für Strassenbeleuchtungen. Mit dem Erwerbe durch die Stadt Münster fand diese Art der Nutzung ein Ende. In den letzten Jahren wurden weitere Renovierungen vorgenommen, wie das Auftragen von Muschelkalkschämmen an der Außenwand und die Sanierung sämtlicher Holzteile im Inneren des Turmes.
Wo? Buddenstr. 1, 48143 Münster
Das Schloss - Pforte zur Universität

- Foto: Lutz
Das Schloss ist das Wahrzeichen der Universität, und bietet neben Lehrraum auch grossen Veranstaltungen gerne ihre prachtvolle Kulisse an. Neben Reitsportturnieren, Filmfesten und musikalischen Festivals findet vor den Pforten des Schloßes dreimal im Jahr der sogenannte Send statt. Der Send ist im Grunde die Münstersche Version des Kirmes und lädt jährlich mehrere Tausende Adrenalinsüchtige ein, sich auf dem Riesenrad und anderen Geschossen die Zeit zu vertreiben.
Der Grundstein des Schloßes wurde in im Jahr 1767 gelegt. Fürstbischof Maximillian Friedrich von Königsegg-Rothenfels gab den Bau des imposanten Gebäudes In Auftrag, welcher von Freiherr von Schlaun entworfen wurde. Der barocke Bau fand ihre Fertigstellung im Jahre 1787 - 20 Jahre nach der Grundsteinlegung.
Das Schloß sollte ursprünglich als Residenz für den Adel dienen. Jedoch starb der Bauherr schon vor der Fertigstellung und sein Nachfolger besaß schon eine Residenz in Bonn, so dass es Anfang des 19. Jahrhunderts als Sitz des Oberpräsidenten und des kommandierenden Generals der Provinz Westfalens diente.
Im 2. Weltkrieg wurde das Schloß während des Bombardements auf Münster stark beschädigt. Nach dem Wiederaufbau wurde es zum offiziellen Sitz der Westälischen Wilhelms-Universität ernannt. Und ist es bis heute noch.
Schlaun plante hinter dem Schloss einen Garten nach dem Vorbild der französischen Paläste, jedoch kam dieser nicht zu stande. Allerdings erfreuen sich die Münsteraner heutzutage an dem Botanischen Garten, der vor allem an den sonnigen Tagen hunderte von Menschen in ihr exotisches Ambiente einlädt.
Wo? Schlossgarten 3, 48149 Münster
Die Promenade

- Foto: Serkan Demiral
Einst der Befestigungsring der Stadt ist die Promenade heutzutage der wichtigste Verkehrsweg für Radfahrer und Fußgänger. Mit einer Länge von knapp 4,5 km umschliesst sie die Innen-sowie Altstadt. Außerdem ermöglicht die mit Bäumen gesäumte Promenade eine bequeme Verbindung zwischen den verschiedenen Stadtteilen.
In den sonnigen Monaten tummeln sich neben den Radfahrern, Fußgängern, Joggern und Inlineskatern auch Grillsüchtige und Sonnenanbeter, die es sich im Grün entlang der Promenade gemütlich machen und in ihrer Freizeit oder ihrer Mittagspause Entspannung finden. So wird die Promenade in den Sommermonaten zum innerstädtischen Naherholungsgebiet.
Der Aasee

- Foto: Serkan Demiral
Der künstlich angelegte Aasee ist einen Katzensprung vom Stadtzentrum entfernt und stellt eines der beliebtesten Naherholungsziele der Münsterschen Bevölkerung dar. Während sich die meisten Aaseebesucher in den Sommermonaten ihre Freizeit auf den See umgebenden Grünflächen vertreiben, tummeln sich in den bitterkalten Wintermonaten unzählige Eisläufer auf dem zugefrorenem See. Auch für Sportbegeisterte bietet der Aasee genug Möglichkeiten sich auszutoben. Sei es nun ein Spaziergang bzw. eine Spazierfahrt oder ein Jogginglauf auf den Rad- und Gehwegen des Sees. Auch kann man hier bei einem Picknick die Sonne geniessen oder sich zum Grillen mit Freunden treffen.
In der Umgebung des Aasees befinden sich neben einer Jugendherberge und mehreren Studentenwohnheimen zudem der Allwetterzoo Münster sowie das Westfälische Museum für Naturkunde mit angegliedertem Planetarium und das Mühlenhof-Freilichtmuseum Münster.
Der Aasee ist ein Ort der Liebe. Das beweist ein Happening, welches sich im Frühjahr des Jahres 2006 ereignete. Von Amors Pfeil getroffen verliebte sich ein schwarzer Schwan in eines der Tretboote, welcher die Form eines weissen Schwanes hat. Kein Witz! Mehr dazu könnt ihr auf der Homepage des Schwanenpaars lesen. Mach klick!
Leider ist es nicht möglich im Aasee zu schwimmen. Dafür reicht die Wasserqualität nicht aus. Deshalb sollte man nicht auf den Gedanken kommen sich in die Fluten des Sees zu werfen. Ausserdem ist die Sicherheit auch durch die auf dem Grund des Sees liegenden unzähligen Fahrräder, die sich im Laufe der Zeit durch eine unerklärbare Laune mancher Leute dort angehäuft haben, nicht gegeben. So könnte man sich in diesen Fahrradleichen verhaken und sich somit schwere Verletzungen einhandeln. Wer aber kostenlos und Open Air baden möchte, kann dies im Dortmunder Ems Kanal im Osten der Stadt ungehindert machen. Die Qualität des Wassers ist hier erheblich besser.
Wo? Aasee



