THE FLAMING STARS

04.02.2009, 12:22 Uhr » Konzerttipp

Von: LANDMINE_SPRING

*** THE FLAMING STARS (London, England, UK) * Mittwoch, 11. Februar 2009 @ Gleis 22 * Einlass: 20.30 Uhr, Beginn: 21.30 Uhr * VVK: 9,- Euro, AK: 12,- Euro ***

THE FLAMING STARS

THE FLAMING STARS

THE FLAMING STARS werden einmal als eine der zu Unrecht vergessenen bands der Jahrtausendwende posthume Ehrung erfahren, aber zu Lebzeiten scheint sich einfach niemand für sie zu interessieren. Vermutlich weil sie aus dem vor unerträglicher hipness förmlich platzenden London kommen und wegen ihres vorgerückten Alters (jenseits der 40) und ihrer doch eher an die amerikanischen Südstaaten erinnernden Musik dort einfach nicht wahrgenommen werden.

Gerade einmal 60.000 myspace-Aufrufe sprechen eine ähnliche Sprache, nicht das dies wirklich wichtig wäre, aber angesichts des (im übrigen berechtigten) hypes, der gerade um die Glasgower band GLASVEGAS (über 2.000.000 Aufrufe!) veranstaltet wird, deren BILLY BRAGGscher / THE CLASHscher Arbeiterklassen-Pathos durchaus auch bei den FLAMING STARS mits(ch)wingt, kann man über die völlig auf das next big thing fixierte britische Popmusik-Szene mal wieder nur den Kopf schütteln.

Vielleicht sind THE FLAMING STARS aber auch schon zu lange dabei (mehr als 15 Jahre), um noch einmal mit frischem Elan durchzustarten. Ihre trotzig-traurigen Trink(er)lieder, stimmlich angesiedelt zwischen ELVIS und NICK CAVE und musikalisch zwischen Südstaaten-blues und midtempo garage punk, fallen somit auch nicht unter die Kategorie Kokketerie, denn offenbar hat man sich in der Rolle des ewigen underdogs eingenistet, aber daran haben sich die band-Mitglieder ja schon in ihren jeweiligen Vorgänger-bands (darunter die programmatisch betitelten und entsprechend wüsten GALLON DRUNK) gewöhnen können.

Dennoch gilt: Wer JOE STRUMMERs Tod noch nicht verwunden hat, bekommt von den FLAMING STARS (vor allem live) Balsam auf die Wunden, respektive Guinness in die Kehle geschüttet. Von einer band, die ihre schwarzen Lederjacken aufträgt wie andere Leute ihre Haut, deren coolness niemals aufgesetzt wirkt und deren songs (vor allem das fantastische surf-Gitarren-lastige "You don't always want what you get") tatsächlich noch an das erinnern, was den ursprünglichen rock'n'roll einmal ausgemacht haben muss. Inklusiver aller damit verbundenen Klischees.

"God, your eyes shine so bright / Sunday morning / And all through Saturday night": THE FLAMING STARS, born under a bad neon sign, London after midnight.

::: Links :::

- http://www.oslater.demon.co.uk
- http://www.myspace.com/theflamingstars
- http://en.wikipedia.org/wiki/The_Flaming_Stars
- http://www.lastfm.de/music/The+Flaming+Stars

 

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