Münster als Heimatstadt
17.12.2007, 16:37 Uhr » Münster
Wanderausstellung der GGUA-Flüchtlingshilfe zu Gast im Jib
Münster. Ernste Blicke. Ebenso würdevoll wie offen. Und doch verbergen sich hinter den Augen Menschen, die mit vielen Unsicherheiten in Deutschland leben. Die Fotoausstellung *Wir sind Münster!“ stellt bis zum 12. Februar im Atelier des Jibs zehn Lebensläufe vor.
Konzipiert hat Nina Wiengarten die Wanderausstellung, deren erste Station nach der Eröffnung im Ausländerbeirat das Atelier des Jugendinformations- und -beratungszentrum (Jib) des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien der Stadt Münster ist. Die Studentin der Sozialen Arbeit absolviert derzeit ein Praktikum bei der GGUA-Flüchtlingshilfe. Sensibilisiert für das Thema wurde sie maßgeblich bei einem Auslands-Aufenthalt in Sri Lanka. *Ausländische Mitbürger sind nicht als hilflose Objekte zu betrachten. Im Gegenteil, sie strahlen Würde aus und können durch ihre kulturellen Hintergründe, ihre Fähigkeiten und ihre Arbeitskraft entscheidend zur Gestaltung einer offenen, zukunftsorientierten Gesellschaft beitragen“, sagt Wiengarten.
Menschen aus acht Nationen, die alle in Münster zuhause sind, haben sich ins Fotoatelier der Fachhochschule begeben, um sich für das Projekt von der Designstudentin Sarah Held in Schwarz-Weiß ablichten zu lassen. Durch die Farbreduzierung wirken die großformatigen Bilder unmittelbar. Nichts lenkt vom Gesicht ab. Zu sehen ist ein Querschnitt durch die Generationen, vom Kind bis zum Senior. Welche Gedanken ihnen durch den Kopf gehen? * Kurztexte gewähren einen Einblick in das Leben der Flüchtlinge. In ihre Geschichte, ihren Alltag, ihre Wünsche.
Die Ausstellungsmacher danken den Porträtierten: *Es ist nicht so einfach, sich fotografieren zu lassen * vor allem, wenn man keinen sicheren Aufenthaltsstatus hat.“ Sie hoffen, so Verständnis, Akzeptanz und Toleranz gegenüber Flüchtlingen und Migranten fördern.Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
Jugendinformations- und -beratungszentrum (Jib)
48153 Münster, Hafenstr. 34

